Jung und knackig, tolle Muskeln, unglaubliche Ausstrahlung. Ein Held, eine Ikone. Damals in den 60ern. Muhammad Ali wird heute 70. Er hat den Kriegsdienst in Vietnam verweigert, hat sich für Bürgerrechte eingesetzt. Und war und ist ein herrlicher Großkotz.
Er hat seit Jahren Parkinson. Er zeigt sich trotzdem in der Öffentlichkeit. Bei der Beerdigung seines Erzrivalen musste er gestützt werden,wenige Tage später im Krankenhaus behandelt werden.
Der Verfall der Helden
Ich stolperte heute beim Radiohören in BR2 über folgendes Zitat seiner ersten Frau: “Warum müssen wir sehen, wie unsere Helden verfallen?”
Ja, man kann Muhammad Ali nicht genug danken. Er lässt sich nicht im gläsernen Sarg seiner Vergangenheit verehren, sondern lebt sein Leben weiter, bleibt dabei sich selbst treu. Solche Vorbilder sind mir lieber als die Helden von einst.
Alles war Sie über Muhammad Ali wissen sollten und was seine Fans denken finden Sie bei Spiegel online
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Es könnte so schön sein. Die Jahreslosung 2012 ist toll: “Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.” (2. Korinterbrief 12, 9) Aber ich quäle mich schon seit Wochen, was ich darüber schreiben soll. Darum werde ich eine lockere Serie starten, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Hier ist Quergedanke Nummer 1:
Schwach sein gibts bei uns nicht
Nehmen Sie mal die Generationen, die im zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit geboren wurden und aufgewachsen sind. Und vermutlich sind Sie direkt oder in der nächsten und sogar übernächsten Generation “betroffen”. Bei diesen Generationen ist schwach sein nicht im Programm. Die Mutter einer Freundin, Anfang 70, brachte es so auf den Punkt: “Ich bin zum Schaffen geboren.” Sonst nichts. Da ist Schwäche inakzeptabel.
In der Kindheit war das vermutlich überlebenswichtig. Da war bei besagter Mutter die Landwirtschaft im Gang zu halten, das Überleben für viele Kinder zu sichern. Bei den anderen Familien sah es nicht anders aus. Und heute? Scheinen wir immer noch ums nackte Leben zu kämpfen und produzieren einen Burnout nach dem anderen. Ich will hier keine Hobbypsychologie betreiben. Aber irgendwie ist das auffällig, dass um mich herum niemand schwach sein will/kann/darf.
Da wäre doch dieser Satz, den Paulus da wunderbarerweise geschrieben hat ein gutes Gegengewicht. Kommt aber nicht an. Er prallt an der Oberfläche ab. “Ach ja, auch mal schwachsein können”, seufzt die eine oder der andere. Und dann wird weitergeackert.
Können Sie mir da weiterhelfen?
Ich freue mich über Gedanken, die Sie hier in der Kommentar schreiben können. Ich muss die Kommentare erst freigeben, deshalb können Sie mir auch persönliche Gedanken mitteilen, die dann nicht für alle sichtbar erscheinen.
Tags: Andacht, Jahreslosung 2012
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“Nur Ruhestand ist mir zu wenig.”
Die eine geht für ein Jahr nach Bankok, die andere nach London. Als Au-Pair-Oma.
Wie wäre das für Sie?
Bei ZDF, 37 Grad online nachzusehen: 37 Grad vom 10.1.2012
Tags: 37 Grad vom 10.1.2012, Au-Pair-Granny, Au-pair-Oma
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Zu viel des Guten
kann wundervoll sein.
(Mae West)
Ich wünsche Ihnen ein pralles, buntes, wundervolles Neues Jahr!
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Von meinem Großvater wird erzählt, dass er sich in der Silvesternacht in die Speisekammer schlich und einen Wurstzipfel mit ins Bett nahm. Wen wundert`s bei neun Geschwistern. Und der Aussicht, dass es dieses Jahr nichts mehr zu essen gibt.
Ich wünsche Ihnen immer reich gefüllte Vorräte für Körper und Seele – und die Gewissheit, dass auch am nächsten Morgen für Sie gesorgt sein wird.
Tags: Silvester
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Ich bin fassungslos. Den ersten Satz, den mein Patenkind, bald 7 und stolzer Erstklässler zu schreiben gelernt hat ist dieser: “Oma ist alt.” Und beim Blättern im dazugehörigen Schulmaterial, aber auch im Sandmännchen-Vorlesebuch, ist sie wieder und immer noch da. Die leicht gebeugte Dame mit dem Haarknoten am Hinterkopf, wadenlangem Langweilerrock, plumpen Schuhen und – wenn es besonders schlimm kommt – Krückstock. Äh, Gehhilfe.
Nun kann man ja noch verstehen, dass ein 7-Jähriger seine 70-jährige Oma alt findet. In dem Alter fand ich schon 40-jährige steinalt. Aber diesen Haarknoten habe ich ewig nicht gesehen. Und in Bad Orb sehe ich viele alte Menschen. Wir leben hier sozusagen im Jahr 2050 des demografischen Wandels. Aber ich sage Ihnen: schon jetzt wird die 50-, 60-, 70-jährige Oma des jeweiligen Enkels beim Begutachten der Hausaufgaben innerlich den Krückstock aus der Lesefibel durch die Luft schwingen und ihn den Lesebuchmalerinnen (ja, es scheinen überwiegend Frauen zu sein, die gerne diese veralteten einseitigen Altersbilder weitergeben) über den Schädel ziehen, denn leichte Schläge auf den Hinterkopf, na Sie wissen schon…
Also, liebe Kinder. Jetzt schaut euch mal eure Oma ganz genau an.
Und dann beschreibt mal, was ihr da so seht und erlebt. Was bitte schön heißt hier alt?: lustig, tanzt ganz viel, geht arbeiten, erzählt super Geschichten, zieht sich immer schick an, hat so tolle Ringe an der Hand, hat weiche Haut, man kann super kuscheln mit ihr, hat kurze Haare, geht mit mir auf den Spielplatz etcpp – was soll Ihr Enkelkind über das Alter lernen?
Tags: Veraltete Altersbilder
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Fragen Sie sich, was Weihnachten Ihnen als erwachsenem Menschen zu sagen hat? Ich habe für mich etwas Neues entdeckt. Der alte König, der Herr der Herrlichkeit, hat abgedankt und hat sich als Freundin zum Tee angekündigt. Wie ich darauf komme?:
Im Advent und an Weihnachten spielen wir gewissermaßen nach, was die Menschen zurzeit Jesu bewegte und veränderte. Advent bedeutet übersetzt „auf die Ankunft eines Königs oder einer Amtsperson warten“. Doch wenn ich versuche, meinem sechsjährigen Patenkind das Wort „nach Christi Geburt“ zu erklären, stelle ich fest, dass es mir genauso fremd ist, wie ihm. „Christus“ ein Wort aus einer lang vergangenen Zeit, damals vielleicht das „Dauer -Wort des Jahres“. Es bedeutet übersetzt der Gesalbte, der Erlöser, auf den die Menschen zur Zeit von Jesu Geburt und die Juden noch heute warten.
Wessen Herrschaft?
Damals waren Könige eine reale Macht. Heute zieren sie „Das Goldene Blatt“. Damals legte ein König Herodes den Menschen schlimme Steuern auf. Heute zittern wir vor der Macht der Ratingagenturen. Damals warteten die Menschen auf die Befreiung aus fremder römischer Herrschaft. Heute zelten Menschen vor Börsen in der Hoffnung auf die Befreiung aus der Weiterlesen »
Tags: Adventsandacht, Andacht, Freunde, Weihnachten
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Glauben Sie mir: ich bin eine Expertin in Sachen allein sein. “Einsamkeit” war sozusagen mein Mittelname. Ob in Beziehung oder solo. War.
Darum traue ich mich an eines der Tabuthemen von Weihnachten heran. Neben der “Heiligen Familie” steht nämlich das dicke Päckchen “Einsamkeit” unter dem Christbaum.
Es gibt viele Gründe, warum Sie an Weihnachten allein sein können.
- Sie haben keinen Partner, keine Partnerin (mehr).
- Die Kinder möchten mal alleine feiern.
- Sie haben den Kindern selbst vorgeschlagen, alleine zu feiern (man möchte ja keine Last sein – auch so ein schönes Thema.)
- Alle Freundinnen gehen zu ihren Kindern.
- Die Kirchengemeinde bietet an Heilig Abend ein Fest an. Aber es wäre peinlich, sich als “allein” zu outen.
Allein sind Sie vielleicht das ganze Jahr, aber an Weihnachten spitzt es sich zu. Ich habe das schon oft versucht: andere einladen – jenseits der direkten Familie. Keine Chance. Wobei: einmal habe ich ein paar Leute am Heiligen Abend zu Gast gehabt. Ich wollte es mal GANZ ANDERS machen und habe einen Abend mit Improvisation in meinem Wohnzimmer angeboten. (Ich bin auch InterPlay – Improvisationsanleiterin.) Es war mühsam, kein bisschen leicht und froh, weil alle sich selbst und ihren alten emotionalen Weihnachtskrempel mitbrachten. Dann lieber allein.
“Kein Schwein ruft mich an…”
Das Schlimmste am Alleinsein ist das Selbstmitleid. All die Sätze die sich im Kopf herumdrehen: “Warum muss gerade ich allein sein?”, “Warum finde ich niemand, der sein Leben mit mir teilt?”, “Alle meine Freunde haben jemand”, “Ich bin so arm dran.”, “Kein Schwein ruft mich an…”, “Es ist so schwer…” undsoweiterundsofort – bitte ergänzen Sie.
Die dicke dunkle Wolke
All diese Sätze vergrößern die dunkle Wolke, die Sie um sich herum tragen. Und diese Wolke macht es anderen sehr schwer, in Kontakt mit Ihnen zu treten. Es ist wahnsinnig mühsam, Weiterlesen »
Tags: Allein an Weihnachten, Weihnachten
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Clajo Herrmann ist das halbe “Babenhäuser Pfarrerkabarett”, aber voll gut. Mit seinem Soloprogramm als Mann in der zweiten Midlife-Crisis leidet er ”an allem, was es gibt: documenta, verhedderungs-fähige Kabel, japanische Gebrauchsanweisungen, Oldie Nights, Sushibars und Meditations-Kurse. Technik, Umkleidekabinen, Lederdrehsessel, Rolltreppen und Flugzeuge. Ich bin der ultimative Test, ob etwas wirklich idioten-sicher ist. Das Programm ist ein Best of aus meinen Texten, die ich mir in 12 Jahren Pfarrerkabarett auf den Alabaster-Körper schrieb, Blasenschwäche und Schuppenflechte inclusive. ” So Herrmann auf seiner Webseite.
Also hin, gugge, un dann selbst un-mutig älderwerde! Feines Weihnachtsgeschenk!
Am 28. Dezember 2011 19.30 Uhr, präsentiert vom Förderverein Martinskirche Altenhaßlau e.V. im Bürgerhaus in Altenhaßlau. Karten erhalten Sie in folgenden Vorverkaufsstellen:
Kleiner Laden -Ulla Liehm- in Altenhaßlau; Gemeindebüro der Ev. Kirchengemeinde Linsengericht in Altenhaßlau; Apotheke in Altenhaßlau und Eidengesäß; Grimmelshausen Buchhandlung Im Ziegelhaus in Gelnhausen
oder bestellen Sie Ihre Eintrittskarten per E-Mail unter foerderverein.martinskirche@t-online.de. Lieferung erfolgt dann per Post nach Eingang des Rechnungsbetrages.
Eintrittspreis
Vorverkauf 15,00 €
Abendkasse 16.00 €
Bei Postversand wird pro Versand 1,00 € an Versandkosten berechnet.
Tags: Babenhäuser Pfarrerkabarett, Clajo Herrmann
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Tatort “Das Dorf”: Die Mutter des Bösewichts erscheint dem Ermittler Felix Murot (Ulrich Tukur) in einer Halluzination, die er seinem sprechenden Hirntumor zu verdanken hat, doppelt. Alice und Ellen Kessler, 75 Jahre, singen und tanzen hinreißend, elegant fließend, zackig. Sie zeigen Bein. Und Falten. Wun-der-bar. Auf U-Tube finden Sie sie, wenn Sie die “Kessler Zwillinge” und “Tatort” eingeben. Einfach ein Traum.
Den ganzen Krimi für sieben Tage hier: (auf Videos klicken).
Tags: Kessler-Zwillinge, Tatort 4.12.2011
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