“Nicht aufhören anzufangen” titelt mein Kalenderblatt (Lebens(er)finderinnen, Hg. S. Burster u.a., Schwabenverlang) für diese Woche. Mitten im Jahr. Nun gut, ich bastele gerade am ebz Jahresprogramm 2011. Gefühlte hundert Anfänge. Zuhause habe ich die Bilder eines ganzen Jahres eingeklebt, und dabei gemerkt, dass eins, das mir so wichtig war, verschwunden ist, oder ich vergaß es abzuziehen. Ich hatte mir für diesen Sommer noch einiges vorgenommen. Hatte mir extra Zettelchen geschrieben und ordentlich sichtbar aufgehängt, damit ich es auch ja nicht vergesse. Wenn es hoch kommt, habe ich ein Viertel geschafft. Mist. Sonntag im Radio (wie so oft!) kam die Entlastung: Weiterlesen »
30. August 2010
Ausmisten – oder: der Preis der Selbstbestimmung
Ich bin gerade so richtig in Schwung. Ich miste aus, was das Zeug hält. Säckeweise habe ich alten Schnickschnack, zu kleine Klamotten, alte Zeitschriften rausgeschleppt. Sogar die in Salzteig gedrückte Hand meines Kindes. Zugegeben: ein Paar Schuhe ist in der Verkleidungskiste gelandet. Das ist meine Alibikiste für Kleidungsstücke mit besonders hohem Erinnerungswert. Da ist immerhin auch der schwarze Cordsamthosenanzug mit Goldbordüre meiner Mutter drin, Original 70er. Und die Flatterkleider aus meiner Hippiezeit. Diese Kiste hatte ich schon, als noch kein Kind in Sicht war.
Szenenwechsel. Hausbesuch bei einer alten Dame. 87 Jahre ist sie, stark erblindet, das Gehör lässt nach und nun fürchtet sie auch noch Anzeichen von Demenz bei sich zu entdecken. Wegen der Behinderungen musste sie einen Betreuer bekommen. Allein das war schon Weiterlesen »
26. August 2010
Altersbilder-Ausstellung und “Aktive Nachbarschaft” in Eschwege
Unsere Wanderausstellung „Altersbilder – Fotografien von Jörg Kassühlke“ wandert nun nach Eschwege. Am Sonntag, den 29. August wird sie um 10 Uhr in der Marktkirche in Eschwege eröffnet und ist dort bis zum 25. September zu sehen. Was ich so besonders finde: viele Kräfte in Eschwege haben sich zusammengeschlossen und gemeinsam etwas Neues entwickelt: die Ev. Stadtkirchengemeinde, die Ev. Familienbildungsstätte/ Mehrgenerationenhaus Eschwege, das Diakonische Werk Eschwege und das Seniorenbüro Werra-Meißner zusammen mit Bürgeinnen und Bürgern. Im Rahmen des Projekts “Vier gewinnt”, das mein Kollege Hartmut Wolter initiiert und begleitet hat, wurde das Projekt “Aktive Nachbarschaft” entwickelt, eine Engagementbörse für Menschen, die kleine Hilfen im Alltag anbieten oder nutzen möchten. Außerdem wurde die Idee unserer Ausstellung weitergesponnen. Mit viel Hingabe haben freiwillig Engagierte aus Eschwege ältere Menschen aus der Region interviewt und fotografiert. Die Ergebnisse werden ergänzend zur Ausstellung „Altersbilder“ vorgestellt.
Weitere Programmpunkte in Verbindung mit der Ausstellung
Mittwoch, 1. September, 19.30 Uhr
“Wenn die Eltern alt werden”. Im Spagat Weiterlesen »
20. August 2010
Hörfunk-Tipp: In unserem Alter
Diese Info hätte Sie eigentlich schon früher erreichen sollen. Aber die Jung-Bloggerin hat noch nicht alle Blogger-Nüsse geknackt. Zum Glück geht es hier um Podcasts, da muss man nicht so pünktlich sein.
Hier also, was ich über die BAGSO-News herausgefunden habe: jeden Samstag von 8.05 Uhr – 8.55 Uhr ist in WDR 4 für alle Hörerinnen und Hörer über 50 die Radiosendung „In unserem Alter“ zu hören. Ich habe in die Podcasts hineingehört und einige interessante Themen, z.B. über das Pilgern, gefunden. Für den August hat die WDR Redakteurin Dr. Ulla Foemer wieder interessante Sendungen für ihre Zuhörerinnen und Zuhörer vorbereitet.
07.08.2010 Das Schweigen der Männer: Auf der Suche nach den Kriegserfahrungen der Väter
14.08.2010 Im Alleingang durchs Alter – ein neues Lebensmodell
21.08.2010 Pflege mit Elektronik und Satelliten – neue Entwicklungen in der Betreuung von Demenzkranken
28.08.2010 „Komische Streifen“ für Jung und Alt: Die Faszination von Comics
Ich finde Radio hören herrlich!
18. August 2010
Acceptance – In Gottes Schoß fallen
„Mit letzter Kraft erklomm ich die Stufe und rutschte in die Umarmung. Endlich konnte ich alles abgeben. Ich war geborgen, gehalten, für einen Moment mit der Ewigkeit verbunden. Für einen Moment durfte ich sein wie ich bin: schwach, erschöpft, voller Fragen.“
Ein Psalm dieser Tage? Eine Skulptur wie ein Psalm. „Acceptance“ von Filip Sicko, Jg. 71, ist zurzeit als Gast im ebz und im Rahmen der Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde“ noch bis 21. September zu sehen. Filip schuf „Acceptance“ mit 34 Jahren, als er in einer Krise mit Gott steckte. In der Zeit der Fragen und Zweifel musste er plötzlich diese Skulptur schaffen. Er schreibt dazu „ Der Mensch hat manchmal eine komplizierte Beziehung zu Gott. Er ist voller Fragen zu seiner Annahme (acceptance).“ Er schreibt weiter, er habe eine Figur geschaffen in Anlehnung an architekturale Elemente. Die Komposition zweier Figuren, die wie ein Puzzle eine vollständige Einheit bilden. Die größere Figur sei sowohl ein solider Sockel als auch ein Ort des Friedens für eine andere Figur. Es war ihm wichtig, die vollkommene Annahme, die Berührung in diesem Moment der Angst, Sorge und des Wartens auf die Gnade Gottes zu zeigen. Und wirklich, diese kleine Figur kann sich ganz gehen lassen, Weiterlesen »
17. August 2010
Wenn die Belegschaft in die Jahre kommt
Demographischen Wandel im Betrieb gestalten?! Demographischen Wandel im Betrieb gestalten_z
So langsam kommt der demografische Wandel in den Betrieben an. Noch stehen die Fragen im Vordergrund: Was verändert sich an den Arbeitsplätzen, wenn das Durchschnittsalter der Belegschaften immer weiter steigt? Mit dieser Frage wird am 30. September 2010, 17:30 – 19:30,in Hanau eine Podiumsdiskussion eröffnet, die im Rahmen der Hanauer Seniorenwoche „alt… stimmt!“ stattfindet. Auf dem Podium nehmen Vertreter/innen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie Experten aus Wissenschaft, Kirche und betrieblicher Beratung dazu Stellung. Aus den jeweiligen Sichtweisen werden Fragen zum Beispiel zur Gesundheitsförderung, Weiterlesen »
17. August 2010
Mercedes – rollin´-rollin´-rollin´
Da stehen sie wieder, 4 Rollatoren, die eine Gastgruppe mit hereingerollt hat, damit es “gut gehen” kann. Und mein erster Gedanke ist: oh weh, hoffentlich denken die anderen Gäste oder Passanten, die unsere Ausstellung ansehen, nicht, dass wir hier ein Altersheim oder so was sind. Dieses Fehlurteil hat es schon gegeben. Nein! Das ebz ist ein ganz normales Tagungshaus für alle Gruppen der Erwachsenenbildung und -erholung.So. Und mein zweiter Gedanke: da haben wir´s wieder: das negative Bild vom Alter. Es haben schon Jüngere diese äußerst nützliche Gehhilfe gebraucht. Aber der Rollator ist irgendwie der Inbegriff der Abhängigkeit, “oh-gott-es-geht-zuende-und-der-nächste-schritt-ist-dann-ins-pflegeheim-und-das-ist-ja-so-schrecklich…”. Besagte ehemalige Teilnehmerin des Basiskurs Seelsorge, die mich schon über das Wörtchen “noch” aufgeklärt hat, nennt ihren Rollator “mein Mercedes”. Damit treffe ich sie ständig auf den Kopfsteinpflastern Gelnhausens. Beim Einkaufen, beim Gang zur Kirche, beim Jahrmarkt. (Kopfsteinpflaster gehört übrigens zu den großen NoNos einer generationenfreundlichen Stadt. Schon mal Weiterlesen »
16. August 2010
Kreativ und offen mit der zweiten Lebenshälfte umgehen
“Eine Pfarrerin, die bloggt – und das auch noch für Menschen in der zweiten Lebenshälfte? Warum und wie diese ungewöhnliche, aber äußerst erfrischende Mischung funktioniert, erfuhren wir im ausführlichen Interview mit Bloggerin und Pfarrerin Annegret Zander.”
So beginnt mein zweites Interview in meiner noch kurzen Blog-Aktivität. Es erscheint heute im Gleichstellungs-Newsletter des Verlags Dashöfer. Anika Westermann aus der Online-Redaktion stellte mir Fragen, an denen ich teilweise erst etwas knobeln musste. Wenn Sie wissen möchten, wie es zum Konzept des ebz kam, warum ich mit meinem Blog in eine Domäne der jungen Generattion eindringe, wie ich den Umgang mit der Lebenslust Älterer sehe und wie ich unsere Zukunft einschätze, dann lesen Sie hier weiter. Interview
Vielen Dank an Frau Westermann für diese Möglichkeit!
09. August 2010
Die Liebe neu entdecken: Paare ab 50
Am 10.-12. September können Paare bei uns im ebz über ihre Liebe, ihr Miteinander nachdenken. “Miteinander weiter gehen - die Liebe neu entdecken”, haben wir das Seminar genannt. Denn so einiges verändert sich und nicht zuletzt wir selbst. Kinder werden flügge, Enkel kommen, die Eltern werden alt, das Berufsleben neigt sich dem Ende zu, vielleicht ist eine von beiden schon im Ruhestand. Alles das hat Auswirkungen auf die Beziehung.
Im Alltag nimmt man sich ja selten Zeit, dies alles zu bedenken und zu überlegen: wie geht es jetzt mit mir und mit uns weiter? Deswegen schafft das lebenserprobte Ehepaar Brigitta Leifert (Diplompädagogin) und Erwin Ruhnau (Theologe), beide sind Mediatoren, für ein Wochenende einen angenehmen Rahmen, mit Impulsen und dem Möglichkeit zum Austausch für Paare.
Ich habe dazu im BR 2 Tagesgespräch letzte Woche eine Sendung gehört und nun den Podcast zur Sendung gefunden. “Damit alte Liebe nicht rostet Wie halten Sie Ihre Ehe jung?”
Zu Gast war der Familien- und Paartherapeut Prof. Michael Vogt. Ich fand es spannend.
14. Juli 2010
Das Ehrenamt ehren
Menschen in der zweiten Lebenshälfte engagieren sich freiwillig in Kirche und Gesellschaft. Viele sagen “Ich habe in meinem Leben viel bekommen – nun möchte ich etwas zurückgeben.” Die unterschiedlichen Formen des Engagements werden oft gar nicht wahrgenommen. Aus der Nachbarlandeskirche habe ich einen sehr anregenden, komplett vorbereiteten und einfach umsetzbaren Vorschlag, wie man dies tun kann, das Engagement würdigen. Lisa Neuhaus, Pfarrerin der Sankt Petersgemeinde Frankfurt Weiterlesen »



