Blog für die zweite Lebenshälfte

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Archiv für Januar, 2011

27. Januar 2011
Neues Angebot: Grundkurs im Seewandeln

Als sich Anfang des Jahres abzeichnete, dass wir so ein starkes Hochwasser kriegen würden, schrieb ich kurzerhand und kurzfristig ein Seminar aus: „Grundkurs im Seewandeln.“ Die `Wächtersbacher Seenplatte`, also die Wiesen rund um die über die Ufer getretene Kinzig wären doch optimal, um mit Anfängern das Seewandeln zu üben, dachte ich; Sie wissen schon, so wie Petrus, auf der Wasseroberfläche gehen. Ich weiß jetzt nicht, ob es daran lag, dass die Werbung in den Zeitungen zu kurzfristig rauskam. Jedenfalls meldeten sich nur eine handvoll Leute an. Ich lies den Kurs trotzdem stattfinden. Manchmal muss man klein beginnen. (weiterlesen …)

21. Januar 2011
Wie wollen Sie im Alter wohnen?

Dieser Frage kann man sich nicht früh genug stellen. Denn wenn man erst mal vor der Situation steht, nicht mehr allein zu Hause bleiben zu können, ist es zu spät. Dann bleiben oft nur noch Notlösungen, die man so nicht wollte.
Wir haben ein paar nützliche Links zusammengestellt, die Ihnen weiterhelfen können, sei es , dass Sie so lange wie möglich zu Hause wohnen möchten, sei es, dass Sie an gemeinschaftlichem Wohnen interessiert sind.

Die Stabstelle Altenplanung in Marburg veranstaltet am 28. Januar ein Vortrag zum Thema „Vom Pflegeheim zum Stadtteilhaus -das Netzwerk ´SONG´”  (Flyer Vortragsreihe Wohnen) im Rathaus — Historischer Saal, Markt 1, 35037 Marburg

Stabstelle Altenplanung
Dr. Petra Engel
Am Grün 16
35037 Marburg
Tel. 06421/201-721
E-Mail: altenplanung@marburg-stadt.de
Internet: www.marburg.de

20. Januar 2011
Jahreslosung 2011: Den Zorn bei den Hörnern packen

Was hab ich mich gequält mit der diesjährigen Jahreslosung “Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem” (Römerbrief 12, 21) Du liebe Güte, was für RIESIGE Worte. Das Böse, das fern und groß überall lauert. Da ist von der Weltpolitik bis zur Wirtschaftskrise alles drin – und irgendwie wird immer jemand in die Ecke gestellt, wo niemand hin will: BÖSE.

Das halte ich dann doch lieber fern von mir. Bis eine Teilnehmerin unserer Silvesterfreizeit dieses Erlebnis erzählte: Weil sie und ihr Mann Kleintiere halten, geschieht es hier und da, dass eines stirbt. Das Hühnchen oder Häschen wurde am Rande des Gartens begraben. Bis eines Tages der Nachbar ein Schild am Zaun aufstellte: Tiere begraben verboten! Die Dame war überrascht. Sonst hatten sie immer ein gutes Verhältnis zum Nachbarn gehabt, haben geredet. Nun dies!
Statt mit ihm in einen Streit zu gehen tat sie folgendes: sie säte hochwachsende Blumen über den Gräbern. Diese wuchsen und winkten im Sommer bunt über den Zaun. Die Tiere kommen nun an eine andere Stelle. Das Schild ist inzwischen verschwunden.

Wie hätten Sie reagiert – auf der einen wie auf der anderen Seite? Steigt Ihnen die Zornesröte ins Gesicht? Man kennt ja solche Streitigkeiten: das Treppenhaus mit Wochenputzplan, die Kaffeetassen, die (weiterlesen …)

17. Januar 2011
Vollbremsung – Stotterbremse – Ungebremst ins Neue Jahr

Heute morgen eine Erfahrung, wie man sie sich nicht wünscht: Nebel, kalt, vor mir bremst ein Wagen, meine Bremsen greifen nicht. Zum Glück erinnert sich mein Fuß an die Stotterbremse. Der Wagen kommt zum Stehen.
Und noch im Schlottern rattern die Gedanken: Wir haben diese Erfahrungen im Leben, wo sich plötzlich etwas unvorhergesehen in den Weg stellt: eine Krankheit, Veränderungen in Beziehungen, in der Arbeit. Man tritt in die Eisen, mit ungewissem Ausgang. Hätte ich besser aufgepasst – vorher. Hätte ich eine andere Bremsung versucht. Sie kennen das, diese “wenn” und “hätte ich”.

Ich versuche , das neue Jahr anders anzugehen: mein Jahresbericht für das vergangene ebz – Jahr ist eben fertig, zwischen den Jahren habe ich viel Rückblick auf mein privates Leben gehalten, gezeichnet, geschrieben. Das ist wie mit Tempo 10 durch eine verkehrsberuhigte Zone zu zockeln. Man kriegt plötzlich viel mehr mit.
Der nächste Schritt ist nun, mir das neue Jahr, das ja schon seine eigene Landkarte vorlegt, anzusehen und zu schauen, welche Wege ich befahren will, die breiten ausgefahrenen und vielleicht ein paar unbefahrene Strecken. Und dann das Tempo festzulegen.
Ein Kollege geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Er hat diese Überlegungen für Tempo und Landkarte seines Ruhestandes angestellt. Das Haus ist schon verkauft (schneller als gedacht), die neue Wohnung ebenerdig, damit er, wenn es zu körperlichen Einschränkungen kommen sollte, nicht noch einmal umziehen muss. So nach und nach entstehen Pläne, zusammen mit seiner Frau. Er wird sicher auch mit 140 auf seinem Motorrad über die Landstraßen brausen.
Ich will nicht behaupten, dass man bei einem gut geplanten Jahr,  ungebremst losfahren kann. “Das Leben kommt immer dazwischen”, sagte mir jemand, der in seinem perfekt geplanten Ruhestand plötzlich noch mal komplett umziehen musste, weil ein “Eigenbedarf” erhoben wurde.
Aber irgendwie fühlt es sich besser an, ruhiger, wenn ich die Straße schon mal etwas genauer unter die Lupe genommen habe.

Wenn Sie Lust haben, Ihr Ruhestandstempo zu bestimmen, kommen Sie im Mai zu unserem Bildungsurlaub “Werte, Wünsche, Weichen stellen – Vorbereitung auf den Ruhestand”.