Blog für die zweite Lebenshälfte

Blog für die zweite Lebenshälfte

Archiv für März, 2011

31. März 2011
Menschen im Ruhestand: Wolf Lange, 70 Jahre

Wolf Lange, 70 Jahre, war Lehrer und Schulleiter – er hat immer in Südhessen gelebt und gearbeitet ist verheiratet, hat zwei Kinder, ein Enkelkind. Er war gemeinsam mit seiner Frau Teilnehmer in unserem Basiskurs Seelsorge. Von ihm habe ich den Begriff “Freiwillige Ich-AG” gelernt. Mich inspiriert, wie er aus seinen im Berufsleben erworbenen Fähigkeiten, seinen jetzigen Interessen und seiner Neugier, mehr über das Altwerden und Sterben zu lernen, zu seinem ganz eigenen Engagement in einem Altenheim gefunden hat.

Am 3.4. unserem Tag der offenen Tür,  (Programmflyer ebz Tag der offenen Tür am 3.4.)berichtet er um 13:30 Uhr über sein Projekt zur Lese- und Schreibförderung im Altenheim MELETE.

Ihr Lebensmotto
Ich habe keine Zielvorstellung für mein Leben, die ich in einem knapp formulierten Satz aufschreiben möchte. Ich komme mir manchmal vor wie eine Amöbe, ein Einzeller also, dessen Plasma-Gestalt dem Kern manchmal voraus ist, manchmal hinterher läuft. Aber ein eigentliches Lebensmotto ist das auch nicht, nur ein Bild über das Zusammenwirken.  

Wann/ woran haben Sie gemerkt, dass Sie älter werden?
Mit  67 Jahren wollte ich auf einmal nicht mehr jeden Tag mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Mir ging ihre Unruhe, ihre Lautstärke und ihre Sprechweise auf die Nerven.

Was bedeutet Älterwerden für Sie?
Ich setze mich häufig mit meiner Endlichkeit auseinander. Früher dachte ich (heimlich bei mir!): (weiterlesen …)

30. März 2011
3.4.: Ehrenamt im Miteinander der Generationen: z.B. Seniorpartner in School

Quelle:www.bosch-stiftung.deBei unserem Tag der offenen Tür stellen wir viele Initiativen und Ideen vor. Zum Beispiel auch die Seniorpartner in School (SiS) e.V. . Eine generationenübergreifende Initiative, die beim Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen” ausgezeichnet wurde. Ältere werden geschult, um als Mittler für die jungen Generationen zu wirken: SiS “hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern und Jugendlichen in den Schulen zu helfen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen und ihre persönliche und soziale Kompetenz zu stärken. Das erreichen die Seniorpartner durch Mediation  und längerfristige Begleitung der Jugendlichen.
Die jungen Menschen entwickeln so – nicht blockiert durch ungelöste Probleme -  eine bessere Lernkultur, die Aufnahmefähigkeit wird gesteigert. Bessere Schulabschlüsse führen dann zu einer leichteren Integration in die Berufsausbildung.
Die Bildungsbegleitung durch die Seniorpartner ergänzt perfekt die vom Bildungsministerium vorgesehenen „Bildungsscouts“, indem sie bereits f r ü h z e i t i g die Entwicklung der Kinder unterstützt und damit bewirkt, dass die Defizite möglichst gar nicht erst entstehen. ” So steht es auf der Webseite von SiS.
Hildegund Faecks vom Landesverband Hessen stellt diese wichtige ehrenamtliche Arbeit um 15 Uhr in einem Workshop vor. Zwischen 11:30-17:00 können Sie die Senorpartner auch an einem Infostand im ebz kennenlernen.
Das ganze Programm am Tag der offenen Tür hier.

29. März 2011
Karin Jablonski, 51 Jahre: “Wachsen und reifen geht nur mit Veränderungen.”

Karin Jablonski zu treffen ist immer wieder ein Vergnügen. Und sie inspiriert mich mit ihren Ideen. Sie organisiert generationenübergreifende Ausstellungen, z.B. zum Thema “Würde”.  Aktuell arbeitet sie an einem interdisziplinären Projekt namens “endlich” mit: eine kreative Beschäftigung mit der eigenen Endlichkeit. (Mehr zu beidem am Ende dieser Seite.) Sie leitet unseren Kurs “Gruppen leiten” und wenn sie ins ”Südhessische mit odenwälder und Rodgauer Einschlag” verfällt, dann ist man mitten im Leben angekommen.

Sie organisiert mit ihren Ehrenamtlichen die Tombola für unseren Tag der offenen Tür am kommenden Sonntag, 3.4..

Verheiratet, ein Sohn, Dipl. Religionspädagogin und Gemeindepädagogin im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald Arbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte
Schwerpunkte: Qualifizierung von ehrenamtl. Mitarbeitenden, intergenerative Projekte, Veranstaltungen und Projekte in  Gemeinden und Gruppen
Leitlinie: „Altern heißt wachsen und reifen“ 

Dein Lebensmotto
„Das“ Lebensmotto gibt es so für mich nicht. Es gibt ein paar Sätze, die mir im Laufe meines Lebens wichtig geworden sind, und die mich begleiten.

- „Liebe Gott und tue was Du willst“ (wird Augustinus zugeschrieben) oder auch 1. Kor.14,14
- Lebe so, dass man/frau Dich fragt. (Die erste Hälfte dieses Satzes von Paul Claudel, lasse ich weg ;-)
- Lebe und genieße das Leben jetzt, und verschiebe das Leben nicht auf später
- „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Ps 91)

Dein Lebensgefühl/ vielleicht gibt es ein Bild dafür?
Im Augenblick – das mag daran liegen, dass ich gerade mit der Planung unseres Umzuges beschäftigt bin – würde ich wohl das Bild eines Hauses wählen. Das Fundament ist stabil! Der Aufstieg zu mancher Wohnung ist nicht immer (weiterlesen …)

28. März 2011
Tag der offenen Tür – Unsere Einladung hörbar

Hit Radio FFH, Kreuz und Quer, hat unsere Einladung zum Tag der offenen Tür am kommenden Sonntag, den 3. April hörbar gemacht. Tag_der_offenen_Tuer_ebz2011

Um 10 Uhr geht´s los! Wir freuen uns auf Sie!

Das Programm:Programmübersicht ebz Tag der offenen Tür

28. März 2011
Stillsitzen – Ein Skeptiker auf Entdeckungsreise in den KörperGeist

Stillsitzen ist eine Kunst – und für viele ein Weg auf der Suche nach dem Sinn. Ein zuweilen ziemlich ungemütlicher. Ich lese gerade das Buch von Tim Parks, “Die Kunst stillzusitzen. Ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung.” Der Romanautor beschreibt seinen Weg in der Erfahrung mit heftigen Schmerzen im Beckenbereich. Eine Odyssee der ärztlichen Untersuchungen schließt Prostatabeschwerden und Blasenkrebs aus. Er ist  – medizinisch betrachtet – kerngesund. Dennoch werden die Schmerzen schlimmer, seine nächtlichen Toilettenbesucher häufiger. Nach und nach kommt er sich selbst auf die Spur, um sich schließlich in einem Meditationsseminar wieder zu finden und am Ende – schmerzfrei und um viele Erkenntnisse reicher -weiter zu gehen.

Ein Mann um die 50 in einer tiefgreifenden Krise. Im Laufe seiner Odyssee versucht Parks alles, was ein intelligenter Geist sich nur ausdenken kann. (weiterlesen …)

27. März 2011
Woche 3 mit Psalm 30: (H)eiliger Zorn

Ich hatte es ja ganz am Anfang angekündigt: rauf und runter. Wenn Sie Woche 2 mit Loben verbracht haben – wie war das für Sie? – dann werden Sie jetzt wie ich über dies Stolpern: den Zorn Gottes.

Psalm 30, Vers 6
“Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade.” (Luther-Übersetzung)
“Einen Augenblick nur sind wir unter ihrem Zorn, ein Leben lang in ihrer Gunst.” (Bibel in gerechter Sprache)

Der Zorn Gottes ist gerade wieder sehr aktuell in Bibelkreisen und christlichen Foren. Das Erdbeben in Japan mit seinen Folgekatastophen wird derzeit gerne mit dem Zorn Gottes erklärt und als Strafe verstanden. Davon distanziere ich mich ganz entschieden. Und möchte mit Ihnen in dieser Woche über den Zorn nachdenken: Ihren eigenen und den Zorn Gottes.
Mit großer Wahrscheinlichkeit sind Sie damit aufgewachsen, dass Zorn etwas Negatives ist. Wenn Sie selbst als Kind zornig wurden, wurde Ihnen das verboten, Sie wurden mit dem Rumpelstilzchen verglichen, in Ihre stille Ecke verwiesen. Denn wenn eines stimmt, dann dies:

Zorn ist eine gewaltige Kraft. (weiterlesen …)

23. März 2011
3.4. im ebz: Die Wirtschaftspaten: Alt hilft Jung(unternehmerInnen)

30 Unternehmer im Ruhestand. Sie sind mit allen Wassern gewaschen, bringen Wissen und Erfahrung mit – und wollen dies weitergeben an die, die am Anfang stehen. Unter dem Motto Alt hilft Jung geben sie Hilfe zur Selbsthilfe bei Existenzgründungen, Existenzsicherung und Unternehmensnachfolge. Sie prüfen Businesspläne, beantworten Marketingfragen, helfen beim Aufbau des Finanz- und Rechnungswesen, sind bei der Kalkulation behilflich, informieren über Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten, erstellen fachkundige Stellungnahmen über die Tragfähigkeit einer Existenzgründung und coachen bei den weiteren Schritten.
Die Wirtschaftspaten suchen kontinuierlich interessierte und qualifizierte Kollegen für ihren gemeinnützigen Verein. Fachwissen und berufliche Erfahrung sind viel zu wertvoll, um nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben der Volkswirtschaft entzogen zu werden, so ihre Devise.
Beim Tag der offenen Tür, können Sie die Arbeit des Vereins von der einen wie der anderen Seite kennen lernen. Um 11:30 Uhr hält Jürgen Pöttker, Ansprechpartner für Hessen, einen Vortrag über die Arbeit der Wirtschaftspaten.  Zwischen 11:30 – 17 Uhr sind sie an einem Infostand im ebz ansprechbar.

Mehr unter www.wirtschaftspaten.de

22. März 2011
3. April: Vom Wutbürger zum Mutbürger – Vortrag von Uwe Amrhein

Unseren Tag der offenen Tür eröffnet Uwe Amrhein, Geschäftsführer der Stiftung Bürgermut.  In seinem Vortrag am 3. April um 10 Uhr “Vom Wutbürger zum Mutbürger – Der Weg zu einer neuen Bürgergesellschaft”  macht er Mut und Lust zum Engagement.  Auf ihrer Webseite schreibt die Stiftung: “Bürgermut – so nennen wir das Engagement der Menschen, die mit eigenen, kreativen Lösungen die Herausforderungen in ihrem Lebensumfeld anpacken. Sie trauen sich, gegen den Strom zu schwimmen und unkonventionelle Wege zu beschreiten. Es gibt sie überall: in den Städten und Dörfern, den Schulen und Kultureinrichtungen, in Unternehmen und Verwaltungen.

Das Problem: Praxisfälle innovativen Bürgerengagements tauchen zwar immer wieder in den Medien auf. Es gibt viele Preise und Auszeichnungen. Wo aber suchen wir nach herausragenden Bürger-Innovationen, wenn wir sie gerade aktuell brauchen? (weiterlesen …)

21. März 2011
3.April: Miteinander-Füreinander: Der Tag der offenen Tür im ebz

Am Sonntag, den 3. April öffnen wir unsere Türen und heißen Sie willkommen im ebz. Bunt und vielfältig wie unsere Angebote soll auch dieser Tag werden! Wir haben engagierte Menschen aus ganz Hessen eingeladen. Sie berichten von ihren Erfahrungen aus der Arbeit für, mit oder als Ehrenamtliche. Kommen Sie mit Freunden/-innen und Bekannten, auch die Enkel sind willkommen. Gemeinsam erhalten Sie Anregungen, wie man miteinander füreinander da sein kann!

Zu gewinnen gibt es: gute Begegnungen, Schwung für Ihre Ideen in Gemeinde und Nachbarschaft und natürlich tolle Preise bei der Tombola!
Und dieses Programm erwartet Sie:
10 Uhr                       Vortrag und Diskussion
Vom Wutbürger zum Mutbürger – Der Weg zu einer neuen Bürgergesellschaft
Uwe Amrhein, Geschäftsführer der Stiftung Bürgermut und der dazugehörigen Internetplattform www.weltbeweger.de

11:30 -17 Uhr           Workshops/ Infostände/ Tombola
11:30-17 Uhr            Gedächtnistraining – Parcours
13:00-16:00 Uhr      Kinderbetreuung mit Jenny Reitz (Weihnachtswerkstatt-Team)

16:30 Uhr           Das rote Sofa: Bernd Böttner, Propst des Sprengels Hanau, und Uwe Amrhein, Stiftung Bürgermut, Moderation Pfarrerin Annegret Zander und Wolf Lange
17:30 –19:00 Uhr    Schallplattendisko mit Auftritt von „Zarah Leander“

Für das leibliche Wohl
11:30-14 Uhr            Speisen aus der ebz Küche
13:30 –17 Uhr          Kaffee und Kuchen
ab 17:30 Uhr            60er Jahre Appetithäppchen, Käseigel und Eierlikör

20. März 2011
Woche 2 mit Psalm 30: Lob-Lob-Lob!

Haben Sie Ihre Rettungen gezählt? (Woche 1 mit Psalm 30) Das war schon ein heftiger Start, finde ich. Und dann wurde diese Spurensuche auch noch überrollt von den Katastrophen in Japan. Was die Menschen dort erleben, hat sicher bei vielen hier an schlimmen Erinnerungen gerührt. Umso wichtiger ist es, sich in und für solche Zeiten ein Polster des Schutzes und der Sicherheit zuzulegen. Neben der materiellen Sicherheit empfinde ich meinen Glauben und meine Spiritualität  als wichtige Grundlage. Als Boden unter den Füßen, Sicherheitsgurt/Sicherheitsnetz/Quelle der Kraft… Welches Bild würden Sie wählen?

Psalm 30 Vers 5 gibt uns ein paar Hinweise, wie wir diese Sicherheit finden:

“Lobsinget dem Herrn, Ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen!” (Lutherübersetzung)

„Musiziert für die Ewige, ihr, die ihr sie liebt, singt Loblieder zum Gedenken ihrer Heiligkeit.“ (Bibel in gerechter Sprache)

Loben statt Leiden
Kürzlich bei einem Gespräch unter Müttern sagte eine: “Man erzählt ja immer eher das Negative, wenn man über die Kinder redet. Vielleicht sollte man lieber mal (weiterlesen …)