Blog für die zweite Lebenshälfte

Blog für die zweite Lebenshälfte

Archiv für Mai, 2011

30. Mai 2011
Sommer für die Seele – Urlaub im ebz

Das Fenster zum Himmel öffnen,
die Erde unter den Füßen spüren,
wieder ankommen
bei mir,
bei DIR.

Man hat ja manchmal so eine Sehnsucht. Und Urlaub ist da nicht ganz das richtige Wort. Mich erholen von meinem Alltag, sei er nun übervoll – oder irgendwie leer. Und eigentlich möchte man gerne mal ein bisschen Ruhe und für sich sein. Aber endlich auch mal austauschen mit anderen – über die Gedanken und Erfahrungen die man so gemacht hat, über die Fragen nach mir selbst, nach Gott. Darüber reden, ganz ehrlich.

Das möchten wir Ihnen anbieten beim Sommer für die Seele. Urlaub für Leib und Seele: in der Zeit vom 8. bis 24. Juli 2011. Wir werden Sie begleiten, Ihnen Andachten und Gespräche anbieten. Sie haben die Möglichkeit mit unserer Physiotherapeutin im ebz morgens in Bewegung zu kommen, oder eine schöne Massage zu genießen. Sie werden viel Zeit für sich haben, jeden Tag aber auch die Möglichkeit, an einem Angebot für die Seele teilzunehmen: interessante Gespräche, Lesungen, kreatives, kulturelle Angebote von Kulturcafé bis Kino, Andachten und natürlich viel Zeit für eigene Unternehmungen. Die Wochen werden von Pfarrerin i.R. Ulrike Börsch, sowie Pfarrerin i.R. Dorothea Gertig begleitet.

Und wenn Ihre Seele endlich mal wieder singen möchte, können Sie auch das tun. Wir beginnen den Sommer für die Seele mit einem Gospelwochenende mit Njeri Weth und schließen mit einem Paul Gerhardt Wochenende mit Kirchenmusikdirektor i.R. Martin Bartsch. Hier finden Sie alle Informationen:

www.ebz-bad-orb.de/sommer-fuer-die-seele

29. Mai 2011
Unsere Clownslehrerinnen auf dem Kirchentag

Unsere Clowns-Ausbilderinnen sind beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden zu erleben. Unbedingt hingehen!

Dr. Gisela Matthiae, Clownin und Theologin www.kirchenclownerie.de

Freitag, 3. Juni 19.30-22.00
“Freiheit aufgetischt” – mit vielen Clowninnen und Clowns
Feier-Abend-ma(h)l im Zwinger

Samstag, 4.Juni 10.00-18.00
Kirche bildet – Erwachsenenbildung en passent
Auf dem Elbeschaufelraddampfer “Diesbar”
mit vielen Clowninnen und Clowns

Gabi Erne – Altenheimclownin
Freitag, 14..30 – 16.30 Uhr
“Zentrum Älterwerden”, Börse, Festsaal, Messegelände
“Demenz: Was kann ich tun?” mit kleinem Auftritt als Begrüßungsclowninnen, Gabi Erne können Sie hier auch persönlich kennenlernen und mit ihr über den Kurs sprechen.

Der nächste Kurs beginnt in 2012. Ein Schnuppertag zum Ausprobieren: Freitag, der 20. April 2012. der Kurs selbst beginnt am 18.-20.6.2012. Weitere Termin in 2012: 27.-29.8./1.-3.10. In 2013 folgen 3 weitere Termine. Einen davon versuchen wir als Bildungsurlaub anerkennen zu lassen.

26. Mai 2011
Seniorinnenreise zu uns ins ebz: 8.-22.6.2011

Wussten Sie, dass sie auch mit einer Gruppe zu uns ins ebz kommen können? Die Evangelischen Frauen aus der hessischen Nachbarschaft (EKHN) kommen im Juni zu uns. Vielleicht haben Sie Lust, sich dieser Gruppe anzuschließen? Oder vielleicht sucht Ihre Nachbarin noch ein schönes Urlaubsziel mit freundlicher, kompetenter Reisebegleitung?

Hier ist die Reiseinformation:  Seniorinnenreise_EKHN_Flyer

Und hier finden Sie alles über das ebz als Reiseziel für Sie und Ihre Gruppe.

25. Mai 2011
Alte Liebe rostet nicht – Erfahrungen über 80

 Sigrun, 80, und Frieder,85, (Namen geändert) haben gerade einen Umzug hinter sich. Ein ganzes Haus haben sie ausgemistet in Kisten gepackt und umgesidelt. Heraus aus den vertrauten Zusammenhängen, aus einem Leben, in dem sie mit vielen Menschen durch Beruf, Ehrenamt und Freundschaft verbunden waren. Hinein in ein neues Leben in der Nähe der Kinder, im Grünen. Ein riesiger Schritt.

Sigrun schrieb mir auf unseren Newsletter über das „Herzklopfen“ folgendes.

„…wir beiden “Alten“ erfahren hier in der schönen neuen Umgebung doch auch eine ganz neue Nähe zueinander. Wir erleben hier zum ersten Mal, dass wir Zeit für einander haben. Ohne Verpflichtungen einfach tun und lassen was uns gerade freut. Am 1. Mai haben wir eine vierstündige Radtour durch die wunderschöne Landschaft hier ganz in der Nähe frühlingsfroh genossen. Den Nachmittag dann lesend auf unseren Gartenliegen zugebracht, um später am Abend zu einem zärtlichen Zueinander zu finden. Wir entdecken gerade unsere, in jahrelanger Entfremdung verloren gegangene Sexualität wieder ganz neu und merken, dass wir durch unsere vielen Aktivitäten auch manch Schönes verpasst haben. Hier ist uns jetzt ein ganz neuer Lebensabschnitt geschenkt.

Das heißt nicht, dass bei uns jetzt jeden Tag Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber wir lernen jeden Tag mehr, mit unseren Konflikten friedlich und in Achtung voreinander umzugehen.

Ob es das ist, was man mit dem Spruch “Alte Liebe rostet nicht” in Verbindung bringen kann?

 Was mir (weiterlesen …)

23. Mai 2011
Clowns im Altenheim: Wir waren im Radio!

Mein Herz taramtamtam schlägt nur für dich, taramtamtam,…
Kathrin Rudolph vom Hessischen Rundfunk hat unsere Ausbildung hörbar gemacht. Wunderbar! Altenheim Clowns Ausbildung im ebz HR Info

Unser erster Ausbildungskurs zur “Clownin/ Clown im Altenheim” ging in die Zielgerade mit ersten eigenen Versuchen im Altenheim. Felicitas und Chantalle und die meisten anderen Paare waren im Martin-Luther-Stift in Hanau unterwegs für erste Begegnungen mit BewohnerInnen, Pflegepersonal und Angehörigen. Für alle anrührend und beglückend: es wurde gelächelt und gelacht, gesungen und getanzt. Clowns können etwas, was uns im Alltag meist verwehrt bleibt. Sie können direkt und ohne Umschweife zum Wesentlichen kommen. Sie müssen sich nicht erst durch die ganzen Konventionen arbeiten, sie spielen sich hindurch. Sie fühlen mit, sei es nun hoch oder tief, sie kommen achtsam nah und verschenken ihr Herz auf der Stelle.

Der nächste Kurs beginnt in 2012. Ein Schnuppertag zum Ausprobieren: Freitag, der 20. April 2012. der Kurs selbst beginnt am 18.-20.6.2012. Weitere Termin in 2012: 27.-29.8./1.-3.10. In 2013 folgen 3 weitere Termine. Einen davon versuchen wir als Bildungsurlaub anerkennen zu lassen.

Unsere Clowns-Ausbilderin Gisela Matthiae ist beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden zu erleben. Unbedingt hingehen! Ihre Webseite www.clownin.de.

Freitag, 3. Juni 19.30-22.00
“Freiheit aufgetischt” – mit vielen Clowninnen und Clowns
Feier-Abend-ma(h)l im Zwinger
Samstag, 4.Juni 10.00-18.00
Kirche bildet – Erwachsenenbildung en passent
Auf dem Elbeschaufelraddampfer “Diesbar”
mit vielen Clowninnen und Clowns

Freitag, 14..30 – 16.30 Uhr
“Zentrum Älterwerden”, Börse, Festsaal, Messegelände
“Demenz: Was kann ich tun?” Gabi Erne mit kleinem Auftritt als Begrüßungsclowninnen, Gabi Erne können Sie hier auch persönlich kennenlernen und mit ihr über den Kurs sprechen.

21. Mai 2011
“Das Ende ist auch immer ein Anfang.” Der Endlichkeit ins Gesicht geblickt

Ich trag dich bis ans Ende der Welt, Deutschland 2010, Regie Christine Kabisch, mit Elmar Wepper und Ann-Kathrin Kraner (Heute im WDR zu sehen gewesen.)

Aufbruch
Die Hausfrau Anna, Anfang/Mitte 40 verlässt Hals über Kopf ihr Leben mit untreuem Ehemann, zwei fast flüggen Kindern und jeder Menge Bügelwäsche. Spontan geht sie mit ihrem Vater – zu dem sie lange Jahre nur an Weihnachten Kontakt hatte – auf Pilgerreise. Der Jakobsweg mit dem Ziel hinter dem Ziel: Finisterre, dem Ende der Welt an der spanischen Mittelmeerküste.
In den Wochen, die sie unterwegs sind, werden sie mit dem konfrontiert, dem alle “zu Fuß Betenden” ausgesetzt sind. Sie stoßen an ihre Grenzen und müssen sich mit sich selbst und einander auseinander setzen. Kein Schnickschnack mehr, sondern (weiterlesen …)

20. Mai 2011
Alte Liebe rostet nicht? Schreiben Sie uns!

Alte Liebe rostet nicht – Wie reden wir darüber?

Mein Kollege Martin Erhardt aus der EKHN und ich planen gerade das Tagesseminar „Alte Liebe rostet nicht – Liebe, Partnerschaft und Sexualität im Alter“ Am Anfang war gar nicht klar, ob er offiziell mitmachen würde als Referent für Seniorenbildung. Liebe im Alter? Kein Thema? Oder jedenfalls kein kirchliches? Nun ja, vielleicht doch.

Nun bereiten wir den Tag vor und es geht uns wie beim Thema Altersbilder: die Liebe und das Älterwerden ist eine hochindividuelle Geschichte! Von welchem Lebensalter sprechen wir? 50 plus? 60 plus? 70 plus? Für jede Generation gelten andere Fragestellungen. Das liegt u.a. an den unterschiedlichen Lebenslagen.

Beispiel 50 plus: Nachdem die Kinder raus sind aus dem Haus, merkt man plötzlich: wir sind ja doch nicht nur Eltern! Da war doch noch was? Partnerschaft, ja klar! Freundschaft, durchaus! Sexualität? Äh.

Beispiel 60 plus: Der Körper verändert sich. Und die Wünsche – oder der Wille –  immer noch dasselbe miteinander zu tun, das man mit 30 getan hat. Und jetzt?

Beispiel 70 plus: s. 60 plus und um es einmal zu benennen: die Bedürfnisse nach Zärtlichkeit, (weiterlesen …)

16. Mai 2011
Eine (biblische) Liebesgeschichte zwischen alt und jung

Die Schwiegertochter war ihre Verbindung zur Welt. Sie selbst, weit über 80, hatte immer das Leben der Gemeinde mitgestaltet. Sie hatte die Frauenhilfe geleitet und sich mit Herzblut für Menschen in der Gemeinde eingesetzt. Nun brauchte sie selbst Hilfe. Die Schwiegertochter, ihre polnische Herkunft im starken Akzent immer noch hörbar, besuchte sie täglich. Brachte Essen und Geschichten, massierte die geschwollenen Füße, sang ein Lied und vor allem: schüttete ihr liebevolles Herz aus – nur um es von der Schwiegermutter gefüllt zu bekommen. Eine besondere Liebe war das.

Ich erinnerte mich an die beiden auf der Suche nach Liebesgeschichten in der Bibel. Eine besondere Liebesgeschichte hat Einzug in viele Trauungen gehalten: die von Rut und Noomi, Schwiegertochter aus fremdem Land und Schwiegermutter.  „ Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden.“ Mit diesen Worten bindet sich die Jüngere an die Ältere, nachdem beide ihre Männer an den Tod verloren haben. Es ist ein rechtsbindender Schwur, der auch eine emotionale Tiefe hat.

Ich fand dazu einen interessanten Gedanken von Johanna Erzberger: (weiterlesen …)

15. Mai 2011
Liebe, Zärtlichkeit – Herzklopfen: schreiben sie uns Ihre Gedanken und Erfahrungen

Veronika der Lenz ist da! Glauben Sie mir: Frühlingsgefühle hören nie auf. Da können Sie noch so alt werden. Auch die Sehnsucht nach Zärtlichkeit hat kein Alter. Nur dass es später im Leben manchmal mehr Hürden zu überwinden gibt. Und Tabus. Zärtlichkeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen – und so wie Säuglinge ohne sie zugrunde gehen, blühen alte Menschen auf, wenn sie eine Liebkosung empfangen und geben dürfen. Wir möchten für diese Empfindungen und Wünsche im Älterwerden eine Sprache, Sprachfähigkeit und Handlungsfähigkeit entwickeln. Darum widmen wir einen Fortbildungstag dem Thema “Alte Liebe rostet nicht – Liebe, Partnerschaft, Sexualität im Alter”. Und dazu wünschen wir uns Ihre Mitwirkung, liebe Leserinnen und Leser!

Schreiben Sie mir ihre Gedanken, Erfahrungen und Ideen rund um das Thema! Sie können direkt hier im Kommentar Ihre Gedanken schreiben und mir mitteilen, ob Sie dies auch andere Menschen lesen lassen möchten. Ihr Kommentar erscheint nicht automatisch, sondern wird von mir freigegeben. Wer teilnimmt, kann gewinnen! Sie nehmen Teil an unserer Verlosung teil! Zu gewinnen: ein Fortbildungstag im ebz im Wert von 40 Euro oder wahlweise das Buch von Hans Jellouscheck, Wenn Paare älter werden. Die Liebe neu entdecken.

Ich bin gespannt!

13. Mai 2011
Alt – Alt? – Mein Alter!

Welche Worte fallen Ihnen ein, wenn Sie “Alter/ alt” hören? So fragte ich bei unserem Bildungsurlaub zur Vorbereitung auf den Ruhestand. Ich war platt: “Verbraucht, das Ende, Pflege, da hört alles auf…”  Und wenn Sie “mein Alter” hören? “Abhängig, da graut´s mir vor, runzelig, schlecht sehen und hören…” Kein Wunder, dass viele es vor sich her schieben, den zukünftigen Ruhestand unter die Lupe zu nehmen. 
Eine Frau brachte es später so auf den Punkt: “Es nervt mich, dass ich so eine negative Schwere  in Bezug auf mein eigenes Alter habe.”

Ein paar Tage später stellte ich die Frage wieder – inmitten in unserer Ausstellung “Lebenslust – Gemälde von Ilona Nolte”. Wenn Sie an Ihr Alter denken,zu welchem Bild würden Sie sich stellen.

Favorit Nummer eins: das lachende Paar. Ein Teilnehmer und eine Teilnehmerin liebten die Lebendigkeit in dieser Zweisamkeit. Die Selbstverständlichkeit mit der sie sich selbst und dem gegenüber begegnen. Das Vergnügen, ganz sie selbst zu sein. Und miteinander.

Dieser Chorleiter war Favorit Nummer zwei: Er brennt für seine Sache! Das ist herrlich anzusehen, so eine Teilnehmerin. Kennen Sie dieses Brennen?

Und schließlich die Saunadamen, die an den Film Kalendergirls erinnern. Herrlich, wie lustig und wie selbstverständlich sie in ihrer Nacktheit zusammen sind. So selbstverständlich in ihrem runzligen Körper. 

So gesehen wurde “mein Alter” zu einer Aufgabe, die Lust macht.

Die Künstlerin, die so viele Gäste in unserem Haus durch ihre farbenfrohen Bilder inspirierte finden Sie hier. Morgen ist der letzte Tag mit all den wunderbaren Bildern. Der Abschied fällt schwer…