Blog für die zweite Lebenshälfte

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Archiv für Januar, 2012

31. Januar 2012
Ilona Noltes „Lebenslust“ jetzt als Bildband

Knallrot der Einband, darauf lachen die „Saunadamen“, 5 Frauen in den besten Jahren, in rote Handtücher gewickelt, wippen mit den Schläppchen. Dieses Bild war der Renner in unserer Ausstellung „Lebenslust“ im vergangenen Jahr. Mitsamt den schnuteziehenden Ladies mit roten Lockenwicklern, einem radfahrenden Herrn mit Hut und Hund im Fahrradkörbchen, tratschenden Nachbarinnen und den Damen in Hut und Mantel, die ein Tässchen Kaffee zu sich nehmen. Vergessen Sie beige. Hier regieren rot, grün, orange, blau, lila – bunt eben. Ein frecher Blick, den Ilona Nolte da auf alte Menschen richtet und zugleich ein liebevoller. Sie ist bewusst auf der Suche nach Vorbildern fürs Älterwerden.

Nun hat sie auf vielfachen Wunsch ihre Bilder in einem Bildband gesammelt. Auf 46 Seiten ( DinA4) quer sind die Bilder mit Zitaten und Sprüchen zum Älterwerden kombiniert.

Es kostet 16 € plus ca 2 € Versand.
Zu beziehen bei Ilona Nolte
ilona.nolte@gmx.de

www.ilona-nolte.de

30. Januar 2012
Lesetipp: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Hier ein Lesetipp meines Kollegen Hartmut Wolter!

Schweden, 2. Mai 2005: Allan Karlsson lebt in einem Altenheim in Malmköping. Heute ist sein 100. Geburtstag, die Feier im Gemeinschaftsraum ist vorbereitet, der Landrat hat sich angemeldet und auch die Lokalpresse! Aber Allan Karlsson will sich nicht ausstellen lassen wie in einem Zoo. Gibt es für ihn eine Alternative, um sich der lästigen Feier zu entziehen? Ja, und ob!

Er beschließt kurzerhand aus dem Fenster zu steigen und zu verschwinden. Nun beginnt eine unglaublich schräge und zugleich spannende (Lügen-) Geschichte, ein herrlich komischer Schweden-Krimi! Allan Karlsson beweist sich als Überlebenskünstler, wenn auch in seinem Umfeld unglücklicherweise einige Todesfälle zu verzeichnen sind. Auf der Flucht vor der Polizei und der Gangsterbande „NEVER AGAIN“ erweisen sich die 100 Jahre Lebenserfahrungen von Allan Karlsson als außerordentlich hilfreich. Schließlich hat er es in seinem langen Leben als Sprengstoffexperte mit Truman, Mao, Stalin, Einsteins Bruder, Johnson, der indonesischen Botschafterin in Paris und Füchsen zu tun gehabt!

Ich sage nur noch: Alter Schwede – über 400 Seiten Lesegenuss! Selten musste ich beim Lesen eines richtig guten Romans so oft lachen!

Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
carl´s books München

17. Januar 2012
Auch Ikonen dürfen altern: Muhammad Ali wird 70

Jung und knackig, tolle Muskeln, unglaubliche Ausstrahlung. Ein Held, eine Ikone. Damals in den 60ern. Muhammad Ali wird heute 70. Er hat den Kriegsdienst in Vietnam verweigert, hat sich für Bürgerrechte eingesetzt. Und war und ist ein herrlicher Großkotz.
Er hat seit Jahren Parkinson. Er zeigt sich trotzdem in der Öffentlichkeit. Bei der Beerdigung seines Erzrivalen musste er gestützt werden,wenige Tage später im Krankenhaus behandelt werden.

Der Verfall der Helden

Ich stolperte heute beim Radiohören in BR2 über folgendes Zitat seiner ersten Frau: “Warum müssen wir sehen, wie unsere Helden verfallen?”
Ja, man kann Muhammad Ali nicht genug danken. Er lässt sich nicht im gläsernen Sarg seiner Vergangenheit verehren, sondern lebt sein Leben weiter, bleibt dabei sich selbst treu. Solche Vorbilder sind mir lieber als die Helden von einst.

Alles war Sie über Muhammad Ali wissen sollten und was seine Fans denken finden Sie bei Spiegel online

17. Januar 2012
Serie zur Jahreslosung 2012: “Zum Schaffen geboren”

Es könnte so schön sein. Die Jahreslosung 2012 ist toll: “Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.” (2. Korinterbrief 12, 9) Aber ich quäle mich schon seit Wochen, was ich darüber schreiben soll. Darum werde ich eine lockere Serie starten, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Hier ist Quergedanke Nummer 1:
Schwach sein gibts bei uns nicht
 Nehmen Sie mal die Generationen, die im zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit geboren wurden und aufgewachsen sind. Und vermutlich sind Sie direkt oder in der nächsten und sogar übernächsten Generation “betroffen”. Bei diesen Generationen ist schwach sein nicht im Programm. Die Mutter einer Freundin, Anfang 70, brachte es so auf den Punkt: “Ich bin zum Schaffen geboren.” Sonst nichts. Da ist Schwäche inakzeptabel.

In der Kindheit war das vermutlich überlebenswichtig. Da war bei besagter Mutter die Landwirtschaft im Gang zu halten, das Überleben für viele Kinder zu sichern. Bei den anderen Familien sah es nicht anders aus. Und heute? Scheinen wir immer noch ums nackte Leben zu kämpfen und produzieren einen Burnout nach dem anderen. Ich will hier keine Hobbypsychologie betreiben. Aber irgendwie ist das auffällig, dass um mich herum niemand schwach sein will/kann/darf.

Da wäre doch dieser Satz, den Paulus da wunderbarerweise geschrieben hat ein gutes Gegengewicht. Kommt aber nicht an. Er prallt an der Oberfläche ab. “Ach ja, auch mal schwachsein können”, seufzt die eine oder der andere. Und dann wird weitergeackert. 

Können Sie mir da weiterhelfen?
Ich freue mich über Gedanken, die Sie hier in der Kommentar schreiben können. Ich muss die Kommentare erst freigeben, deshalb können Sie mir auch persönliche Gedanken mitteilen, die dann nicht für alle sichtbar erscheinen.

11. Januar 2012
Au-pair Omas aus Germany

“Nur Ruhestand ist mir zu wenig.”

Die eine geht für ein Jahr nach Bankok, die andere nach London. Als Au-Pair-Oma. 
Wie wäre das für Sie? 

Bei ZDF, 37 Grad online nachzusehen: 37 Grad vom 10.1.2012 

1. Januar 2012
Zuviel – unbedingt!

Zu viel des Guten
kann wundervoll sein.

(Mae West)

Ich wünsche Ihnen ein pralles, buntes, wundervolles Neues Jahr!