Blog für die zweite Lebenshälfte

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Archiv - "Clown/in"

17. April 2013
Unsere Clowninnen und Clowns fürs Altenheim

Voilá! Unser zweiter Kurs “Clown/ Clownin im Altenheim” ist vollendet! Welch wundersame und wunderbare Verwandlungen sind in einem Jahr geschehen.

Gibt es wieder einen Kurs? Das wissen wir noch nicht. Bis dahin bitte vorbeischauen bei unserer Clownslehrerin Gisela Matthiae: www.kirchenclownerie.de

25. August 2011
Nächste Langzeitfortbildung: Begegnungsclown/-clownin im Altenheim startet im Juni 2012

Nachdem so viele neugierige Menschen nach unserer nächsten Fortbildung zur Clownin/ zum Clown im Altenheim gefragt haben, hier schon mal die Ausschreibung samt Terminen (auch zum “Schnuppern”) als Auszug aus unserem Jahresprogramm. Unter der Kategorie “Clown/Clownin” Finden Sie ein paar Spuren aus unserer ersten Runde. Inwischen sind die Clowns weitgehend ins kalte Wasser gesprungen und hatten viel Spaß – genauso wie die Menschen, die sie besucht haben…

Kontakt: Annegret Zander – ebz.badorb@ekkw.de

Rosinchen mit ihrer roten Nase begrüßt Maria (93): „Du bist so eine Süße!“ Und Maria sagt: „Uiuiuiui so schön, dass du da bist“. Mit einem Stückchen Schokolade, ein paar Tropfen 4711 oder Lavendelöl, Liedern und fröhlichem Schlamassel berührt sie aber auch Menschen, die sich zurück gezogen haben.
Die Clownin ist frei von Konventionen. Sie begegnet den Menschen direkt und voller Gefühl. Wo wir freundlich lächeln, tanzt sie jubelnd um ihr Gegenüber. Wo jemand klagt, kann sie aus vollem Herzen mitlamentieren.
Der Clown ist nicht perfekt. Vieles geht ihm daneben, er scheitert und versucht es trotzdem unermüdlich aufs Neue. Das erleichtert und inspiriert nicht nur die Bewohnerinnen: auch Angehörige und Pflegende entspannen sich durch seinen Besuch. Das Besondere an den Reaktionen der Menschen im Altenheim ist, dass sie oft ebenso frei sind von Konventionen und ebenso unmittelbar reagieren.

Dass Humor eine hervorragende Medizin ist, haben bereits die Klinikclowns bewiesen. Im Altenheim kommen noch weitere Aspekte hinzu: die Gero-Clowns erfahren in vorbereitenden Gesprächen etwas über den biografischen Hintergrund der einzelnen Menschen, die sie besuchen und können so durch die Wahl der Lieder und der Requisiten, die im „Clownskoffer“ mitgebracht werden, ihre spielerische Begegnung sehr gut mit den Lebenserinnerungen der Menschen verknüpfen und diese wieder aufleuchten lassen.

In der ebz-Ausbildung nehmen wir die spirituelle Ebene hinzu. Lieder (weiterlesen …)

29. Mai 2011
Unsere Clownslehrerinnen auf dem Kirchentag

Unsere Clowns-Ausbilderinnen sind beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden zu erleben. Unbedingt hingehen!

Dr. Gisela Matthiae, Clownin und Theologin www.kirchenclownerie.de

Freitag, 3. Juni 19.30-22.00
“Freiheit aufgetischt” – mit vielen Clowninnen und Clowns
Feier-Abend-ma(h)l im Zwinger

Samstag, 4.Juni 10.00-18.00
Kirche bildet – Erwachsenenbildung en passent
Auf dem Elbeschaufelraddampfer “Diesbar”
mit vielen Clowninnen und Clowns

Gabi Erne – Altenheimclownin
Freitag, 14..30 – 16.30 Uhr
“Zentrum Älterwerden”, Börse, Festsaal, Messegelände
“Demenz: Was kann ich tun?” mit kleinem Auftritt als Begrüßungsclowninnen, Gabi Erne können Sie hier auch persönlich kennenlernen und mit ihr über den Kurs sprechen.

Der nächste Kurs beginnt in 2012. Ein Schnuppertag zum Ausprobieren: Freitag, der 20. April 2012. der Kurs selbst beginnt am 18.-20.6.2012. Weitere Termin in 2012: 27.-29.8./1.-3.10. In 2013 folgen 3 weitere Termine. Einen davon versuchen wir als Bildungsurlaub anerkennen zu lassen.

23. Mai 2011
Clowns im Altenheim: Wir waren im Radio!

Mein Herz taramtamtam schlägt nur für dich, taramtamtam,…
Kathrin Rudolph vom Hessischen Rundfunk hat unsere Ausbildung hörbar gemacht. Wunderbar! Altenheim Clowns Ausbildung im ebz HR Info

Unser erster Ausbildungskurs zur “Clownin/ Clown im Altenheim” ging in die Zielgerade mit ersten eigenen Versuchen im Altenheim. Felicitas und Chantalle und die meisten anderen Paare waren im Martin-Luther-Stift in Hanau unterwegs für erste Begegnungen mit BewohnerInnen, Pflegepersonal und Angehörigen. Für alle anrührend und beglückend: es wurde gelächelt und gelacht, gesungen und getanzt. Clowns können etwas, was uns im Alltag meist verwehrt bleibt. Sie können direkt und ohne Umschweife zum Wesentlichen kommen. Sie müssen sich nicht erst durch die ganzen Konventionen arbeiten, sie spielen sich hindurch. Sie fühlen mit, sei es nun hoch oder tief, sie kommen achtsam nah und verschenken ihr Herz auf der Stelle.

Der nächste Kurs beginnt in 2012. Ein Schnuppertag zum Ausprobieren: Freitag, der 20. April 2012. der Kurs selbst beginnt am 18.-20.6.2012. Weitere Termin in 2012: 27.-29.8./1.-3.10. In 2013 folgen 3 weitere Termine. Einen davon versuchen wir als Bildungsurlaub anerkennen zu lassen.

Unsere Clowns-Ausbilderin Gisela Matthiae ist beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden zu erleben. Unbedingt hingehen! Ihre Webseite www.clownin.de.

Freitag, 3. Juni 19.30-22.00
“Freiheit aufgetischt” – mit vielen Clowninnen und Clowns
Feier-Abend-ma(h)l im Zwinger
Samstag, 4.Juni 10.00-18.00
Kirche bildet – Erwachsenenbildung en passent
Auf dem Elbeschaufelraddampfer “Diesbar”
mit vielen Clowninnen und Clowns

Freitag, 14..30 – 16.30 Uhr
“Zentrum Älterwerden”, Börse, Festsaal, Messegelände
“Demenz: Was kann ich tun?” Gabi Erne mit kleinem Auftritt als Begrüßungsclowninnen, Gabi Erne können Sie hier auch persönlich kennenlernen und mit ihr über den Kurs sprechen.

18. April 2011
Clownssternstunden

“Ich bin gekommen um den Frühling zu suchen, haben Sie vielleicht den Frühling gesehen? Nein? Ich hab auch mein Blümeli verloren. Helfen Sie mir, es zu rufen? Blüüüüüümeli!” Blümeli zockelt herein in das Pflegezimmer und gesellt sich zu Kalinka. Frau Rieglein (Name geändert) liegt im Bett und strahlt.  Blümeli hat ein Gedicht vorbereitet. Während sie sich “aufbaut”, zieht Kalinka ein langes blaues Band aus der Tasche ihrer Kittelschürze. “Da müssen Sie mir mal helfen Frau Rieglein und das Band ganz fest halten. ” Frau Rieglein greift fest zu und Blümeli beginnt: “Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…” Frau Rieglein spricht mit, riecht an der Tulpe, die die beiden mitgebracht haben und winkt später zum Abschied.

Eine Szene aus dem Praktikum, das unsere Clowninnen und Clown in Ausbildung in der Martin-Luther-Stiftung Hanau und im Altenpflegeheim St. Martin ,Bad Orb, absolviert haben. Sie haben sich intensiv vorbereitet, haben Informationen über die zu Besuchenden erhalten, haben ihre kleine Einstiegsgeschichte noch mal geprobt und sich warm gesungen. Und dann gings los!
Es war eine bereichernde Erfahrung für beide Seiten. Die Begegnungsclowns haben den ersten riesigen Schritt in die Begegnung mit Menschen im Altenheim gewagt und die BewohnerInnen, Pflegende und Angehörige waren beglückt und begeistert.

Zum Abschluss des Clownskurses mit Gisela Matthiae und Gabi Erne  haben wir die Teilnehmenden nach ihren Sternstunden während des Kurses gefragt:

„Das Hineinfinden in meine Figur bis zum absoluten „flow“ – so noch nicht erlebt!“
Gudrun, 69

„Der Platz in meiner Mitte ist jetzt erfrischend (mit meiner Clownsfigur) besetzt!“
Carina, 28

„Die Erkenntnis wie wichtig Rhythmisierung im Zusammenspiel ist, war ein Schlüsselerlebnis.“
Felicitas, 30

„Es ist gut mal eine „Fremdsprache“ (Gromolo) zu lernen ohne Vokabeln und Grammatik zu pauken. Wenn die Menschen mehr Gromolo sprechen würden, gäbe es weniger Missverständnisse.“
Stephanie, 33 / Blümli

„Die direkte intensive Begegnung mit einem Bewohner und seiner Frau war eine echte Sternstunde. Im Raum stand Leichtigkeit, Heiterkeit, Lebendigkeit und unerwartete Zuversicht.“
Renate, 55

„Meine Sternstunde war zu erleben, wie die Wachkoma-Patientin mit ihren Augen gezeigt hat, wie gut ihr der Auftritt der Clowns gefallen hat.“
Wanda, 75

„Die Bedeutung des Liedersingens und – begleitens im Altenheim hat mich von Anfang an inspiriert und das Üben mit meiner kleinen Clowns-Ukulele, die trotz Kleinheit so schön klingt, macht ungeahnten Spass. Und dass wir mit den Liedern selbst eine Wachkoma Patientin gefühlsmäßig erreicht haben, ist eine wunderbare neue Erfahrung – ein Geschenk!“
Helene, 67

„Die Erfahrung machen zu dürfen, unterschiedlichste Menschen mit Humor und Lebensfreude anstecken und mitreißen zu können, und als Dank in glückliche Gesichter zu blicken, ist unbezahlbar.“
Ulf, 31

„ Es ist schön, die spielerische Leichtigkeit zu entdecken und zu leben. In meiner Rolle als Mathilde (68, mit neuer Hüfte) ist mir wichtig: angeschlagen und zugleich neugierig, was das Leben bereit hält.“
Petra, 54

„Meine neue „Freundin“ habe ich lieb gewonnen. Sie durchbricht Schranken, motiviert und schenkt Freude.“
Ute, 48

„Für mich war es ein wunderbares Zusammenspiel zwischen meiner Partnerin, den Frauen im Wohnzimmer und mir. Dazu Schlagersingen – das drückte so viel Lebenslust aus. Ich will noch mehr Schlager singen und einbringen.“
Ursula, 71

„Es ist faszinierend, wie schnell man zu fremden Menschen positive Kontakte aufbauen kann.. Selbst wenn das Gespräch wegen Krankheit scheitert, strahlen die Augen und ein Lächeln ist auf den Lippen zu sehen.“
Susanne, 63

„In einer im Vorhinein als äußerst schwierig, herausfordernd eingeschätzten Situation (Besuch im Zimmer eines Wachkoma Patienten) konnte ich die ermutigende Erfahrung einer harmonisch-anregend-freudigen Begegnung (besonders mit der Ehefrau des Bewohners) machen.“
Alt! – na und? Der Clown weckt so viel versteckte Lebendigkeit!“
Bärbel 68

14. April 2011
Clowns im Alternheim – Erster Kurs abgeschlossen!

ebz Clowns fürs Altenheim, Foto E. Ziegler

Hier sind sie – unsere ersten frischgebackenen Clowninnen und Clown, die wir für die Begegnung mit Menschen im Altenheim ausgebildet und auf den Weg gebracht haben! Der nächste Kurs beginnt am 18.-20.6.2012 und einen Schnuppertag gibt es am 20. April 2012. Bald mehr!

23. November 2010
Scheitern gehört zum Handwerk

In der vergangenen Woche habe ich Verwandlungen der besonderen Art erleben dürfen. Clowns- Hebamme Dr. Gisela Matthiae begleitete unsere Auszubildenden in Sachen “Clown/in im Altenheim” bei dem Er-Finden ihrer Clownspersönlichkeit.
Mathilde hat´s mit der Hüfte, aber ein Walzer fährt ihr genau dort hinein. Rosalie ist eine Dame,  ihr Sport findet Freitags um elf statt, wenn sie Vollkornbrot, Quark und Honig in ihrer Tasche nach Hause schleppt. Frau Lottchen ist eigentlich ganz schüchtern, aber bei Würstchen mit Kartoffelsalat wird sie wild. Kalinka putzt für ihr Leben gern. Schantalles heimliche Leidenschaft (weiterlesen …)

30. September 2010
Hoch-Tief

Hochs und Tiefs. Wir haben sie, wir leben sie. Ertragen, gestalten, bewältigen sie. In der Clownswelt und der Theatersprache werden sie bewusst eingesetzt: Der “Hochstatus” verkörpert das Gefühl: ich bin genau richtig, ich bin wunderbar, ich kann was, ich zeige mich gerne – mit der Tendenz zu: ich bin besser als die anderen! Der “Tiefstatus”, das ist “Entschuldigung, dass ich da bin”, das sich klein und wertlos fühlen, verzagt sein. Die meisten von uns kennen beides, und wenn wir ehrlich sind, ist uns auch die jeweilige Zuspitzung nicht unbekannt – nur dass wir sie bei anderen leichter erkennen als bei uns. Unsere Clowns fürs Altenheim waren zum dritten Kursabschnitt im Haus – und sie durften sich den Hoch- und Tiefstatus eingehend erspielen. Die ersten Verwandlungen wurden probiert: Hüte, Hütchen, Zylinder und Kappen auf und abgesetzt, mit Persönlichkeiten gefüllt, Tricks gelernt, Lieder gesungen. Schließlich gingen in kleinen Begegnungen je eine Clownin im Hoch- und eine im Tiefstatus aufeinander zu. Was hier geschah, war anrührend: Ein kleines kompaktes Wesen (im richtigen Leben Ende 60) mit Schlapphut, ganz in sich zusammengefaltet, die Mundwinkel nach unten gezogen, die Augen traurig, schleicht umher. Plötzlich brummt ein “Alle Vögel sind schon da” unter dem Schlapphut hervor. So traurig und mutlos haben wir das Lied noch nie gehört. Da (weiterlesen …)

28. Juni 2010
Mit der Roten Nase durch den Alltag

Gisela Matthiae, Anfang 50, Theologin und Clownin, ist mit Beginn ihrer zweiten Lebenshälfte durchgestartet und als “einzige ihrer Art” in Deutschland und darüber hinaus unterwegs. Auch im ebz ist sie Co-Referentin in unserer Langzeitfortbildung “Clown/in im Altenheim”. Auf der ekd Seite ist gerade ein Artikel über sie erschienen. Die Teilnehmenden an ihren Kursen sind übrigens überwiegend in der zweiten Lebenshälfte. Was sie davon haben, die rote Nase auszusetzen lesen Sie hier.

http://www.ekd.de/aktuell/71097.html

21. Juni 2010
Tagebuch einer Clownin in Ausbildung

Clownsschülerin Kerstin Klein

Auch in der Martin Luther Stiftung in Hanau soll es in Zukunft eine Clownin für die Senioren geben. Kerstin Klein, die Leitung der Abteilung für soziale Betreuung, macht seit März 2010 bei uns im ebz die Ausbildung zur „Clownin im Altenheim“. Sie schreibt in der Heimzeitung der Martin Luther Stiftung „Die Brücke“ darüber, was sie in ihrer Ausbildung erlebt und welche Gestalt die Clownsfigur mit der Zeit annimmt. Zudem werden die Themenbereiche „Clown und Spiritualität“, „Die Wirkungen und Wirkungsweisen des Humors“ von Fr. Klein in dieser losen Serie angesprochen.

Tagebuch einer Clownin in Ausbildung

Der Humor rückt den Augenblick an die richtige
Stelle. Er lehrt uns die wahren Größenordnungen und
Die gültige Perspektive. Er macht die Erde zu einem
kleinen Stern, die Weltgeschichte zu einem Atemzug
und uns selbst bescheiden. (Erich Kästner)

Einen Clown in der Kinderklinik anzutreffen gehört mittlerweile zum Alltag. Anders ist es jedoch mit Clowns in Senioreneinrichtungen. Clowns in Alten- und Pflegeheimen stoßen auf jede Menge Vorurteile und Skepsis, was gerade in jüngster Zeit ein Leserbrief in der Hanauer Rundschau zum Thema Clown im Altenheim dokumentierte: „Alte Menschen sind doch keine Kinder“ oder „werden die alten Menschen überhaupt erst genommen?“

Gerade deswegen ist es wichtig zu wissen, dass Clowns mit alten Menschen ander umgehen (weiterlesen …)