Frau Keleschovsky, lebenslustig und strahlend, habe ich zunächst hier über den Blog wahrgenommen und später in einem unserer Biografieseminare kennengelernt. Inzwischen bloggt sie selbst rund um ihre Leidenschaft: das Geschichtenerzählen.
Sie ist Märchenerzählerin – auch für Menschen mit Demenz – und gibt Workshops, um dies zu erlernen. Sie wurde 1959 in einem unterfränkischen Dorf geboren, war verheiratet und ist Mutter zweier erwachsener Söhne. Ihre berufliche Reise begann mit der Ausbildung und Tätigkeit als Krankenschwester, überwiegend in der Hauskrankenpflege, später dann auch in einer Seniorentagesstätte zur Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Demenz.
Später kamen dann Weiterbildungsseminare zur Märchenerzählerin hinzu.
Seit 2010 ist sie in BU-Rente und freiberuflich tätig.
Ihr Lebensmotto
Möglichst heiter ein Stück weiter auf der Lebensleiter
Ihr Lebensgefühl/ vielleicht gibt es ein Bild dafür?
Sommernachtstraum und Indianersommer
Sie sind Märchenerzählerin für Jung und Alt, auch für Menschen mit Demenz. Was erleben Sie beim Erzählen – und auch bei den Workshops?
Ich erlebe durchweg Begeisterung und die Bereitschaft mit mir in die Welt der Märchen, Sagen, Mythen und Legenden einzutauchen.
Erzählen ist immer lebendig, immer auch ein Dialog zwischen mir, den Kindern, den Erwachsenen und auch den Menschen mit Demenz.
Da ist freies Erzählen besonders wichtig. Gefühle in Sprache, Mimik und Gestik umzusetzen, um sie in ihrer Welt zu erreichen. Ich erlebe immer ein Aufhorchen und ein Aufleben während (weiterlesen …)


Ich habe Dorothea Reiter “zufällig” im Urlaub in der Nähe von Bad Tölz kennengelernt. Die Freundin, bei der ich wohnte, spielte mir ihre Hefte zu. Sie hatte – in Auseinandersetzung mit ihrem Glauben eigene Texte zu biblischen und theologischen Texten und Themen geschrieben. “Ja-Worte”, nennt sie das. Mich beeindruckten die einfachen und lebens-reichen Texte. Und bin überzeugt, dass andere dies genaus tun können. Ihren Glauben, ihre Hoffnungen in Worte zu fassen und daraus Kraft zu schöpfen. Dorothea Reiter begleitet Menschen im Leben und im Sterben mit eindrucksvoller Intuition. Sie ermutigt, der inneren Stimme zu glauben und zu folgen.
Brigitte Bee lernte ich über ihre Mutter kennen, die seit vielen Jahren ins ebz kommt und sozusagen zur Familie gehört. Ich habe sie öfter zu unseren Freizeiten zum kreativen Schreiben eingeladen. Es beeindruckt mich, wie sie in Ruhe und Selbstverständlichkeit gerade alte Menschen, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie ein Schreibwerkzeug in die Hand nehmen, dazu anregt ins Schreiben zu kommen. Es entstanden witzige und anrührende kleine Texte. Was für ein Geschenk für die Schreibenden und für die Gruppe, denn plötzlich wurden ganz andere Gespräche untereinander möglich.





Hubert Hein, 73, ist Referent unseres Bildungsurlaubs